Anspruchsvolles Szenario bewältigt

Heddesbachs Feuerwehr übte den Brand in einem Seniorenheim

Menschenrettung stand bei der Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Heddesbach am Samstag an erster Stelle. Als Übungsszenario angenommen wurde ein Brand im Altenheim Maranata. Durch starke Rauchentwicklung sollte das Gebäude eingehüllt sein. Eine Horrormeldung, die für jede Feuerwehr eine Herausforderung ist.

 

Dieser Herausforderung stellten sich Heddesbachs Floriansjünger mit allen verfügbaren Kräften – und wusste ihr hervorragend zu begegnen. Innerhalb von fünf Minuten war die Feuerwehr nach Eingang der Meldung mit zwei Fahrzeugen am Brandort und führte unter Einsatzleiter Dennis Baumann die ersten Maßnahmen durch. Ausgerüstet mit schwerem Atemschutz, drang sie in das Gebäude ein, wo nach Angaben der diensthabenden Stationsschwester noch drei Personen im ersten Stock vermisst wurden. Die anderen Heimbewohner hatten sie bereits in Sicherheit gebracht.

Nach Auffinden dieser drei Personen konnte die Feuerwehr zwei von ihnen gleich ins Freie retten. Schwieriger war es, die dritte Person aus dem verqualmten Gebäude zu bringen, denn sie musste liegend über eine steile Treppe abtransportiert werden. Auch diese Aufgabe wurde von den Einsatzkräften hervorragend gelöst. Der Schwelbrand wurde schnell gelöscht.

Die Löschwasserversorgung erfolgte über einen Hydranten, der sich auf der Durchgangsstraße befindet. Dies hatte zur Folge, dass der starke Verkehr über eine Schlauchbrücke geführt werden musste. Hier hatte der einweisende Feuerwehrmann alle Hände voll zu tun, die teils sehr nervösen Autofahrer sicher über die Schlauchbrücke zu dirigieren.

Nach der Hauptübung fand im Feuerwehr-Gerätehaus die obligatorische Manöverkritik statt. Kommandant Gerd Holschuh konnte dazu Bürgermeister-Stellvertreterin Ursula Suermann, Gemeinderäte, Vertreter der Altersmannschaft, der Jugendfeuerwehr, Ehrenkommandant Adam Fischer sowie Heimleiter Johannes Pätzold begrüßen. Einsatzleiter Dennis Baumann ließ die Übung nochmals Revue passieren und dankte den Einsatzkräften für ihre ausgezeichnete Arbeit. Grüße vom erkrankten Bürgermeister überbrachte Ursula Suermann, die sich vom Ablauf der Übung sehr beeindruckt zeigte. Der Jugendfeuerwehr übergab sie eine Spende.

Heimleiter Pätzold zeigte der Mannschaft dann noch einige Handgriffe, um eine Person ohne größere Anstrengung transportfähig zu machen. Und er überreichte der Feuerwehr eine Speicherkarte, worauf er den Ablauf der Übung fotografisch festgehalten hatte. Mit einem gemütlichen Beisammensein fand die Jahreshauptübung ihren Abschluss.

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung 19.08.2014

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